Seit mehr als 130 Jahren ist der Name Pick mit dem Bauen verbunden: Im Jahre 1870 gründete der Maurermeister Adam Pick in Aldenhoven bei Schloss Dyck ein Baugeschäft. Sein Sohn Johann erlernte bei ihm das Maurerhandwerk, besuchte die Sonntagsschule in Neuss und in den Wintermonaten die Baugewerkschule in Holzminden. Nach deren erfolgreichem Abschluss verlagerte er 1905 das Baugeschäft nebst einer Baumaterialienhandlung in die damals selbstständige Gemeinde Elsen, die heute zu Grevenbroich gehört.
Schlüsselfertigbau und die Errichtung ganzer Straßenzüge auf eigene Rechnung (heute "Projektentwicklung") zeugten vor und nach dem Ersten Weltkrieg von einer unternehmerischen Weitsicht und Risikobereitschaft, wie man sie heute oft suchen muss. Der Verlagerung des Risikos diente ein landwirtschaftlicher Nebenbetrieb.
Das größte von Johann Pick erstellte Projekt war sicherlich die Errichtung der Volksschule in Orken im Jahre 1910. Trotz der Turbulenzen nach dem Ersten Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise konnte Johann Pick 1930 mit seinen Mitarbeitern das silberne Geschäftsjubiläum und im Kreise seiner Familie seine Silberne Hochzeit feiern. In den 30er Jahren verlagerte sich das Baugeschäft vom Schlüsselfertigbau auf den Siedlungs- und Eigenheimbau. 1936 verlangte ein Gesetz die Trennung von Baugeschäft und Baustoffhandel. Das Baugeschäft übernahm Johanns Sohn Josef, während dessen Bruder Johann den Baustoffhandel führte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg machte man sich mit den verbliebenen Mitarbeitern an den Wiederaufbau. In enger Kooperation mit dem Baustoffhandel konnten die anstehenden Probleme gelöst werden. Besonders nachhaltig unterstützt wurde die Arbeit des Bodenbewerber- und Siedlerverbandes Grevenbroich. Dieser war Anlaufstelle für die aus ihrer Heimat im Osten vertriebenen und hier ausgebombten Deutschen, die im Raum Grevenbroich Mietwohnungen und/oder ein eigenes Heim suchten. Aber nicht nur Wohnungen wurden gebaut, sondern auch Schulen, Kirchen, Verwaltungsgebäude oder ganze Fabrikanlagen.
Rainer Pick führte die Philosophie seines Großvaters Johann fort, den zyklischen Nachfrageschwankungen des Marktes mit eigenen Bauträgermaßnahmen zu begegnen. Eine Vielzahl eigener Projekte im Wohnungsbau konnte so im Raum Grevenbroich und Düsseldorf, nach der Wiedervereinigung Deutschlands auch in Berlin, realisiert werden.
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Stefan Pick übernahm 1995 die Geschäftsführung, die zur Neustrukturierung der Bauträger- und Projektentwicklungsmaßnahmen führte. Sämtliche Aktivitäten wurden nun in einer Firma zusammengefasst, aus der 1999 die PICK PROJEKT hervorging. Gegenüber früheren Zeiten zählten nunmehr auch die Entwicklung ganzer Baugebiete, die Erstellung von vorhabenbezogenen Erschließungsplänen (Bebauungsplänen) und die Herstellung von Erschließungen im Straßen- und Kanalbau zum stark erweiterten Leistungsumfang.
Während das Baugeschäft sein Büro und den Bauhof auf die Stephanstraße in Elsen verlegte, blieb die Holz- und Baustoffhandlung Johann Pick zunächst an ihrem ursprünglichen Standort auf der Goethestraße. 1984 zogen Baugeschäft und Bauhof erneut um, in das Industriegebiet Ost in Grevenbroich. Ein Jahr später wechselte die Holz- und Baustoffhandlung auf den alten Bauhof an der Stephanstraße. 1992 kauften Rainer und Peter Pick, die das Bauunternehmen in der vierten Generation zusammen mit ihrem Onkel Adolf Pick führten, ihrem Onkel Hans den Baustoffhandel ab.
Bereits damals zeichnete sich ab, dass das vorhandene Firmengelände auf der Stephanstraße in Grevenbroich-Elsen den Anforderungen an einen modernen Handelsbetrieb nicht gerecht werden konnte. Als Vertreter der fünften Generation übernahm Dipl.-Kaufmann Johannes Pick 1998 die Geschäftsführung, baute eine neue Organisation auf und überzeugte die übrigen Gesellschafter von der Notwendigkeit einer Verlagerung und Neuausrichtung des Handelsunternehmens.
Nach langen und zähen Verhandlungen konnte an der Lilienthalstraße im Grevenbroicher Industriegebiet Ost ein ausreichend großes Grundstück gefunden werden, das sowohl wegen der günstigen Verkehrsanbindung als auch wegen der Nähe zum Bauhof, zum Bauunternehmen und zur PICK PROJEKT optimale Voraussetzungen bot. Hier wurde im August 2001 das "Baufachzentrum Pick" eröffnet.
Die Neustrukturierung der verschiedenen Unternehmenszweige ging mit der Übergabe der vierten an die fünfte Pick-Generation einher. Über mehrere Jahre hinweg wurden die erforderlichen Schritte und Maßnahmen erarbeitet, die im Jahr 2000 zur Konzentration des Bauunternehmens, des Baufachzentrums und der PICK PROJEKT unter dem gemeinsamen Dach einer Holding - der neu gegründeten Pick Unternehmensgruppe GmbH - führten.
Der Wechsel von der vierten auf die fünfte Generation wurde im Jahr 2004 erfolgreich abgeschlossen: Gemeinsam führen nun Dipl.-Kfm. Johannes Pick und Dipl.-Wirtsch.-Ing. Stefan Pick die Geschäfte aller Unternehmensteile, wobei sie von leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch von den Familienmitgliedern der vierten Generation, tatkräftig unterstützt werden.
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